Windows Vista Sidebar – Sinn oder Unsinn
Eine Neuerung bei Windows Vista ist die Sidebar. Als Teil der Aero-Benutzeroberfläche ist sie fest im System integriert und bei richtiger Benutzung ein nützliches und vor allem schickes Programm. Nach der Aktivierung der Sidebar erscheint sie als grauer Streifen am rechten Bildschirmrand und enthält oben rechts eine Analoguhr. Das hinzufügen von Miniprogrammen, sogenannten Gadgets ist nach einem Rechtsklick auf eben diesen Streifen oder auf das Plus oben rechts schnell gelernt (und intuitiv).
Vorinstalliert ist ein Kalender, zwei Anzeigen für die Prozessorauslastung und den belegten Ram, ein Programm, das die Diashow-ähnliche Vorführung der eigenen Bilder ermöglich, sowie ein Börsen-Anzeige-Programm, dass den Nutzer immer über die Kurse seines Unternehmens am laufen hält. Außerdem intergriert Microsoft ab Werk eine Anzeige für die aktuellen Wetterverhältnisse und ein Gadget, dass die jeweils aktuellen News anzeigt.
Als erste Herausforderung muss der User all diese Tools konfigurieren. Die Wetteranzeige wird über die Einstellungen auf den Heiamtort ausgerichtet, und der Börsen-Ticker über die dafür vorgesegene Schaltfläche mit dem Jeweiligen Wertpapierindex oder Unternehmen gefüttert. Es ist leider nicht möglich, weniger bekannte Kurse, wie den HSI (Chinesischer Hang Seng Index) einzublenden. Man kann die Gadgets an beliebigen Stellen auf dem Desktop ablegen, und sollte die graue Leiste verschwinden lassen (über die Einstellungen), sodass geöffnete Fenster die volle Bildfläche zur Verfügung haben. Der Platz auf dem Monitor ist für die Sidebar einfach zu wertvoll, sodass die Gadgets nur auf den leeren Desktop sichtbar sein sollten. Nützlich ist auch, dass man hunderte Gadgets kostenlos (keineswegs eine Selbstverständlichkeit, siehe Apple Dashboard) aus dem Internet nachladen kann (diese findet man in einer speziellen Galerie).
Es ist gut, sich davor zu hüten, zu viele Gadgets auf dem Desktop zu platzieren, weil daruter erstens die Übersichtlichkeit und zweitens die Systemleisung leidet. Es ist keineswegs so, dass die Sidebar eine Erfindung von Microsoft oder Apple ist. Widgets (anderer Name für Gadgets) konnte man in der Linux-Szene schon seit Jahren auf dem Desktop platzieren, nur deutlich ressourcenschonender. Aus diesem Grund ist zu empfehlen, auf die Microsoft-Sidebar zu verzichten, und sich ein besseres Programm aus dem Internet zu downloaden.