Social Media Riese Facebook wird sicherer
Bei 0,06 Prozent aller Logins auf der Social Media Plattform Facebook gibt es Unstimmigkeiten. Dies mag zunächst nach einer recht unbedeutenden Zahl klingen. Da aber Facebook immer beliebter wird und die Plattform tagtäglich eine Milliarde Logins verzeichnet, bedeuten 0,06 Prozent, dass es sich bei 600 000 Logins um potentielle Hackerangriffe handeln kann. Dieses Sicherheitsproblem ist auch Facebook bekannt, weswegen der Konzern nun die Sicherheitsfunktionen verbessert.
Sicherheit bei Facebook, Quelle: Wikipedia
Problematishce Bereiche bei FB
Einer der problematischsten Fälle in Bezug auf die Sicherheit liegt sicherlich vor, wenn ein Nutzer sein Passwort bzw. seine Kontodaten vergisst. Bisher konnte man nur mithilfe der bei Facebook angegebenen Mailadresse und der Beantwortung einer Sicherheitsfrage auf das Konto wieder zugreifen. Um dieses Problem zu lösen, bietet Facebook nun einen neuen Service an:
Wer sein Passwort vergisst, kann bei Facebook 3 bis 5 Freunde benennen, die im Falle eines Passwortverlustes von Facebook benachrichtigt werden. Diese Freunde erhalten dann jeweils einen Code und nur wenn man diese Codes alle beisammen hat, kann man sich wieder auf sein gesperrtes Konto einloggen.
Ein weiteres großes Problem für Facebook sind sogenannte Phishingattacken, bei denen die eigenen Kontodaten von Fremden gestohlen werden. Facebook hat sich auch für dieses Problem eine neue Lösung einfallen lassen: Sobald Facebook bemerkt, dass von einem bisher unbekannten Computer auf den eigenen Facebookaccount zugegriffen wird, schickt Facebook, falls man dies eingestellt hat, eine SMS mit einem sogenannten iTan an das eigene Handy. Diese iTan dient als eine Art Authentifizierungscode, den man für den weiteren Zugriff auf das Konto eingeben muss.
Ist Facebook nun sicher?
Diese beiden Neuerungen sind sicherlich begrüßenswert, aber sie sind überflüssig, wenn Nutzer die wichtigsten Grundregeln bei Facebook beachten: Zum einen sollte man sich ein sicheres Passwort zulegen, wobei dieses Passwort keines sein sollte, das man bei vielen anderen Diensten im Web verwendet. Außerdem sollte man stets eine aktuelle Sicherheitssoftware auf dem Rechner installiert haben und dubiose Webdienste meiden. So erschwert man es erheblich, dass die Kontodaten gestohlen werden und man die begrüßenswerten Neuerungen von Facebook in Anspruch nehmen muss.